10.03.2010

Das Dach als Kraftwerk

Günter Heilmann und Horst Janda vor der Photovoltaik-Anlage Heilmanns

Wenn die Sonne scheint, dann dreht sich der Stromzähler von Günter Heilmann immer schneller. Unter normalen Umständen fürchtet man diesen Zustand, aber Günter Heilmann - SPD-Vorsitzender in der Waldkolonie - kann sich freuen, denn für ihn ist das Geld, da er seit Dezember 2009 eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern seiner Halle montiert hat. Je häufiger er den roten Strich des Stromzählers sieht, desto mehr Strom speist er in das Stromnetz ein und bekommt diesen bezahlt. In den sonnenarmen Wintermonaten Dezember bis Februar hat er schon mehr als 1.000 Kilowattstunden eingespeist.


„Meine Dächer gehen nach Süden. Deshalb lag es für mich auf der Hand, dass ich bei der anstehenden energetischen Sanierung auch gleich eine Photovoltaik-Anlage installieren wollte, da eine nachträgliche Montage nur zu mehr Kosten geführt hätte. So erledige ich das in einem Aufwasch“, erklärte Heilmann dem örtlichen SPD-Stadtverordneten Horst Janda, dem er die Anlage vorführte.


Janda war beeindruckt und sagte: „Hier sehen wir, dass einer global denkt und lokal handelt. Wir kennen die Hallen von Günter Heilmann auch von der Kerb. Hier haben wir schon so manches Fest gefeiert und vorbereitet.“ Aus Sicht der Darmstädter SPD-Fraktion hat dieses Dach-Kraftwerk gegenüber dem Atomkraftwerk den Vorteil, dass es nicht ständig wegen Wartungsarbeiten ausfalle, dass es kein Entsorgungsproblem gebe, und dass man nicht ständig befürchten müsse, dass einem das Kraftwerk um die Ohren fliege. Deshalb brauchen wir mehr Dach-Kraftwerke und den Atomausstieg, meint die SPD-Fraktion.



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